7. Etappe, Ponte Arche - Riva del Garda
24 km, 555 Höhenmeter

Der letzte Abschnitt an den Gardasee ist eigentlich nur noch eine Halbetappe. Dennoch sollte man der Versuchung widerstehen, sie auf die vorige Etappe noch draufzupacken. Denn diese war lang und anstrengend und die letzten Höhenmeter hinauf auf den Ballinopass entpuppen sich dank des wechselhaften Auf und Abs im Wald über dem Tennosee dann doch noch als echte Herausforderung.

Gut ausgeschlafen lässt sich der Anstieg von Comano Terme über das Landschaftsplateau des Lomaso außerdem eher genießen. Man nimmt alte Herrensitze bewußter wahr (Campo Lomaso), Schlösser und Burgen (Castel Campo) und hat eventuell Muße, den Resten einer prähistorischen Pfahlbausiedlung in den Moorsümpfen von Fiavè einen Besuch abzustatten (in Fiavè wurde dazu auch ein neues Pfahlbaumuseum eröffnet). Die Brenta im Rücken, bringen uns geteerte und geschotterte Bewirtschaftungswege auf diesem seit jeher landwirtschaftlich genutzten Plateau verkehrsfrei bergan. Den Schlußanstieg zur Passhöhe umfährt man linksseitig auf einem holprigen Waldweg und schon ist der vorläufig letzte Anstieg dieser Alpenüberquerung mit Überqueren des Ballino-Pass’ geschafft.

Vorläufig deshalb, weil im gleichnamigen Ort Ballino, dem ersten Dorf auf Seite des Gardasees, dann doch noch eine Rampe zu kleinsten Gängen zwingt, will man den Rest nicht auf der Teerstraße hinunter an den See „vernichten“. Unsere Strecke östlich der Paßstraße verläuft mit einigem Höhengewinn im schattigen Wald, von wo man dann schließlich in rasanter Fahrt hinunter an den Tennosee gelangt. Noch oberhalb von Ville del Monte entscheiden wir uns, die Talseite zu wechseln und über Pranzo nach Deva und S. Giacomo bis Riva zu fahren. Wer dem GPS-Track aufmerksam folgt, wird auf Abkürzungen, Straßenabschneidern und Trails nach unten geführt. Wer angesichts des in der Sonne funkelnden Sees darauf keine Lust mehr hat und es gar nicht mehr erwarten kann, die müden Füsse ins kühle Nass des Gardasees zu stecken, dem sei die flotte Abfahrt auf der Teerstraße für diesesmal verziehen.

Fazit: Kurzer, aber schöner Abschluß der Alpenüberquerung über den Ballino-Pass. Verkehrsfrei bergauf, mit einigen Trails und dem Gardasee vor Augen bergab. In Ballino gibt es eine Gaststätte.

Längere und anstrengendere Varianten für den letzten Tag führen über den Monte Casale, den Monte Misone oder das Val Lomasona (vgl. entsprechende Tracks in der Tracksammlung auf Gpsies).
Wer ganz ohne zusätzliche Höhenmeter ans Ziel gelangen möchte, der kann auch ab Ponte Arche über den geteerten Radweg durch die Limarò-Schlucht entlang des Wildflusses Sarca nach Sarche im Valle dei Laghi abfahren. Von dort führt ein geteerter Radweg abseits der Straßen über Pietramurata und die Marocche nach Arco und Torbole an den See.

MIT DEM E-BIKE

Keine nennenswerten Beeinträchtigungen für E-Mountainbiker. Wer mit frischem Akku startet, sollte bei guter Sicht unbedingt die Variante über den Monte Casale in Angriff nehmen (MAX701), wo man nochmals ein atemberaubendes Bergpanorama serviert bekommt. Aber Achtung, ab San Giovanni besser die einfache Strecke über Ville del Monte und Tenno nehmen und den Trail 409 besser Bikern mit Protektoren überlassen! 

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24 km, 555 Höhenmeter